11. Mai 2012

Europäisches Jugendforum im Hessischen Landtag

Landtagspräsident Norbert Kartmann: „Verantwortung für Europa gemeinsam wahrnehmen heißt weiterhin Freiheit und Frieden in Europa zu sichern“

Wiesbaden – „Welchen Einfluss hat europäische Gesetzgebung auf mich als Verbraucher? Was macht die EU, um gesundheitliche Gefahren durch Lebensmittel und andere Produkte zu verhindern? Wie hilft das Europäische Parlament, meine Daten im Internet zu schützen? Was können der Gesetzgeber und die Verbraucher für nachhaltigen Umweltschutz in der Europäischen Union unternehmen?"

Diese und weitere Fragen standen auf der Agenda des Europäischen Jugendforums "Alles geregelt in Europa? - Wir als Verbraucher im europäischen Binnenmarkt", das am 11. Mai im Hessischen Landtag unter der Schirmherrschaft von Landtagspräsident Norbert Kartmann stattfand. Das Jugendforum wurde vom Informationsbüro des Europäischen Parlaments in Deutschland in Kooperation mit dem Hessischen Landtag ausgerichtet. Die Beteiligten waren rund 100 Schülerinnen und Schüler des Elly-Heuss-Gymnasiums Wiesbaden, der Weibelfeldschule Dreieich, der Werner-Heisenberg-Schule Rüsselsheim der Theodor-Litt-Schule Gießen sowie der Stiftschule St. Johann in Amöneburg.

Im Beisein der stellvertretenden Vorsitzenden der Europa-Union Hessen, Hildegard Klär, begrüßte Kartmann die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Beginn im Plenarsaal. „Eine zentrale Rolle in der europäischen Entwicklung spielte die Schaffung eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes, dem Europäischen Binnenmarkt, von diesem profitieren wir tagtäglich“, betonte der Landtagspräsident in seiner Rede. „Die Kehrseite des gemeinsamen Marktes ist jedoch eine Vielzahl von Regelungen und Mindeststandards. Davon darf man sich aber nicht abschrecken lassen. Wir dürfen nicht an der Komplexität und der Menge verzweifeln, sondern müssen unsere Verantwortung für Europa wahrnehmen. Wir dürfen uns nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern müssen den gemeinsamen Weg miteinander weiter gehen. Das ist nicht immer einfach. Das heißt, aktuelle Probleme zu bewältigen, den anderen zu verstehen, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Aber in letzter Konsequenz heißt das auch, weiterhin Freiheit und Frieden in Europa zu sichern und einen gemeinsamen europäischen Geist zu fördern”, hob Kartmann hervor.

Anschließend bereiteten sich die Jugendlichen in Arbeitsgruppen auf die Debatte vor, diskutierten im Plenum über ihre Standpunkte und fassten Entschlüsse.

Den Abschluss bildete eine Diskussion mit den Landtagsabgeordneten Manfred Pentz (CDU), Dr. Michael Reuter (SPD), Helmut von Zech (FDP) und Willi van Ooyen (Die Linke) sowie dem Europaabgeordneten Martin Häusling (Bündnis 90/Die Grünen).